Die Zukunft der Schweiz im digitalen Marketingbereich sieht sehr rosig aus. Das Jahr 2017 schloss an die Erfolge von 2016 an und brachte weitere Innovationen und neue Trends in die Alpennation. Insgesamt liegt der Fokus auf Konsolidierung, Channel-Management und Integration von Technologie. Wichtige Säulen dieser Entwicklung sind Programmatic Advertising, Daten, Mobile, Content und Social Media sowie neue Plattformen wie Snapchat.

Diese Kombination aus Kreativität und Technologie wird den Unternehmen in der Branche helfen, bessere Ergebnisse in Bezug auf «Qualität statt Quantität» zu erzielen und das volle Potenzial des technologischen Fortschritts im Bereich des digitalen Marketings zu entfalten. Big Data soll den Unternehmen dabei helfen, personalisierte Marketingmassnahmen zu ergreifen, den Umsatz zu steigern und sich auf einer tieferen Ebene mit dem Verbraucher zu verbinden.

Auch das Mobile Marketing wird in der Schweiz rasant wachsen. Laut Schweizer Unternehmen haben die Optimierung von mobilen Seiten bezüglich Responsive Design (66 %), Apps (71 %) und QR-Codes (60 %) sowie die spezifische Nutzung dieser Kanäle höchste Priorität für das Jahr 2018. Dazu gehören Geo-Targeting in Kombination mit anderen Kanälen wie geräteübergreifendes Marketing sowie Tracking und Attribution. Im Zeitalter der Digitalisierung werden diese drei Trends an Bedeutung gewinnen, wenn sich Unternehmen den neuen Formen des Konsumverhaltens anpassen.

Content Marketing wird im Hinblick auf digitale Amplifikationsmethoden eine zentrale Rolle spielen und es den Unternehmen ermöglichen, hochspezifische Inhalte für bestimmte Zielgruppen zu produzieren. Im vergangenen Jahr gaben 88 % der Schweizer Unternehmen an, dass Content ein Muss für künftige Marketingstrategien sei. Seitdem haben grosse Unternehmen dieses Modell angepasst und neue Content-Abteilungen eröffnet, um in diesem nun globalen digitalen Marketingsektor wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mobiles/Event-Marketing wächst rasant

Genau wie in der Schweiz wächst das digitale Marketing in Spanien rasant. Bis 2015 kam es jährlich zu einem Wachstum von 75 % und 2016 wurden allein auf Mobilgeräten 325 Millionen EUR erwirtschaftet. Mobiles Marketing ist seit 2015, als es nur 4,5 % der gesamten Ausgaben in Spanien ausmachte, deutlich gewachsen; es ist in dieser sich schnell verändernden Marketinglandschaft im neuen digitalen Zeitalter eines der Highlights.

Marketing-Unternehmen mit Sitz in Spanien gehören zu den grössten Befürwortern des bisherigen Erfahrungsmarketings, was ein Hauptgrund dafür ist, dass das Mittelmeerland zum drittbeliebtesten Ziel für mobile Marketing-Experten wurde.

Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurde das Event-Marketing zunehmend als eine der Säulen für eine erfolgreiche Marketingkampagne betrachtet. Laut einer aktuellen Studie sind beispielsweise die Budgets für das Event-Marketing in Grossbritannien höher als das Budget für allgemeinen Marketingausgaben. Im vergangenen Jahr stiegen die Budgets um fast 10 %.

Aufgrund des intensiven Wettbewerbs um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden und der Suche von Kunden in den sozialen Medien ist es für Marken immer schwieriger geworden, sich mit potenziellen neuen Verbrauchern zu verbinden. «Traditionelles Marketing wurde weniger wirksam, was das Durchbrechen der Abwehrmechanismen der Menschen betrifft», erklärt Kerry Smith, der Gründer des Event Marketing Institute im Wirtschaftsmagazin Forbes. «Face-to-face ist der beste Weg, damit eine Beziehung entsteht und um die Menschen mit Hilfe der Logistik alle ein, zwei oder drei Tage neu anzugehen.»

Outsourcing von Marketingdienstleistungen 

Viele Unternehmen finden es schwierig, Auslagen für permanente Marketing-Mitarbeitende zu rechtfertigen, während Outsourcing oder «Zentralisierung» von Dienstleistungen eine effiziente Alternative darstellt.

Weltweit profitieren viele Länder von diesem neuen Trend. In Europa ist Irland – derzeit auf Platz 13 der attraktivsten Destinationen für Vermarkter – zu einem der wichtigsten Standorte für Customer Experience Centers geworden. Grosse globale Marken wie Google, Facebook, LinkedIn und Microsoft haben ihren Hauptsitz in Dublin.

Osteuropäische Länder wie Polen, Rumänien und Bulgarien sowie asiatische Länder wie Indien und die Philippinen sind traditionell attraktive Standorte für Unternehmen, um ihre Marketingaktivitäten auszulagern. Das seit Langem anhaltende Interesse der Iberischen Halbinsel für den Tourismus und der zunehmende Aufschwung der Volkswirtschaft nach der weltweiten Finanzkrise 2007–2008 dienen dazu, hochqualifizierte Kandidaten aus dem Ausland anzuziehen.

Ranking globaler Hotspots für Marketingexperten

Im Auftrag von Trend Watch befragte PageGroup 18'352 Stellensuchende weltweit, die sich im 3. Quartal 2017 auf den Websites von Michael Page und Page Personnel beworben hatten.

Von den 1496 an der Studie beteiligten Marketing-Spezialisten waren 64 % bereit, für Jobgelegenheiten, für ein besseres Gehalt oder einen anderen Lebensstil den Standort zu wechseln.




 

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