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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“) regeln die Rechtsbeziehungen zwischen Michael Page International (Schweiz) AG (mit den Marken Michael Page und Page Personnel), im Folgenden „M.P.“, und ihren Kunden/Kundinnen (im Folgenden der „Kunde“). Diese allgemeinen Bestimmungen gelten für alle von M.P. angenommenen und ausgeführten Mandate oder Aufträge zur Personalrekrutierung.
     
  2. Im Streitfall gehen ausdrücklich und schriftlich zwischen M.P. und dem Kunden vereinbarte spezielle Geschäftsbedingungen, diesen Bedingungen vor. Ist in den speziellen Geschäftsbedingungen etwas nicht bedacht oder vereinbart worden, so gilt das in den allgemeinen Bestimmungen geregelte.
     
  3. Gebührenstruktur: Unsere Gebühr richtet sich nach einem Prozentsatz des Bruttojahresgehalts des Kandidaten im ersten Jahr. Das Bruttojahresgehalt gilt als Jahreseinkommen gemäss AHV (Schweizer Sozialversicherung), welches wie folgt berechnet wird: Bruttojahresgehalt, inklusive Provisionen, Prämien sowie anderer nicht AHV-pflichtiger monetärer Vorteile (z. B. Firmenwagen, Wohnungszuschuss usw.). Zusätzlich werden sämtliche Vergütungen die nicht der AHV unterliegen (Pauschalspesen, Umzugskosten etc.) dem Bruttojahresgehalt hinzugefügt. Für den variablen Teil des Gehalts bildet die 100%ige Zielerreichung die Grundlage für die Gehaltskalkulation. Für die private Nutzung eines Firmenwagens wird ein Pauschalbetrag von CHF 10’000. – zum Bruttojahresgehalt hinzugefügt. Das Rekrutierungshonorar ist erfolgsabhängig und wird fällig, sobald ein Arbeitsvertrag zwischen dem Auftraggeber und dem platzierten Kandidaten zustande gekommen ist (d. h. unabhängig vom tatsächlichen Startdatum des Kandidaten). Die Zahlung hat innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung (Verzugsdatum) zu erfolgen. Nach Ablauf der Zahlungsfrist fallen fristlos Zinsen in Höhe von 6% an.
     
  4. Für die Gebührenberechnung in Bezug auf Teilzeitstellen, berechnet M.P. Honorare mit einer minimalen Vergütung von 70% der normalerweise anfallenden Kosten oder einen Mindestbetrag von CHF 10,000 CHF.
     
  5. Das Mandat wird auch dann als erfüllt erachtet, und der Kunde zahlt M.P. die vereinbarten Gebühren, wenn:
  • Der von M.P. vorgeschlagene Kandidat vom Kunden nicht eingestellt wird oder der Kandidat das Stellenangebot ausschlägt und eben dieser Kandidat binnen 12 Monaten nach Zusendung des CVs an den Kunden von eben diesem Kunden eingestellt wird.
  • Jemand einem Kunden vorgeschlagen wird und dieser die Person Dritten vorschlägt, egal ob diese mit ihm in irgendeiner Weise verbunden ist oder nicht, und diese Person vom Dritten binnen 12 Monate nach Zusendung des CVs an den Kunden von eben diesem Kunden eingestellt wird. Der Kunde verpflichtet sich, Michael Page innerhalb von 7 Kalendertagen nach Vertragsabschluss mit dem Kandidaten zu informieren.
  • Diese Ansprüche gelten auch, wenn die Einstellung auf eine andere Stelle als die ursprünglich vorgesehene erfolgt und unabhängig von den Gründen, die zum Abschluss des Vertrags geführt haben, insbesondere wenn der Kandidat sich bei dem Kunden beworben hat, er von dem Kunden angesprochen wurde oder Dritte den Kandidaten vermittelt haben.
     
  1. Entschliesst sich der Kunde, mehr Kandidaten als ursprünglich vertraglich vorgesehen einzustellen, so zahlt er M.P. die entsprechenden Gebühren für jeden der eingestellten Kandidaten, wie in den Speziellen Geschäftsbedingungen vereinbart.
     
  2. Wird das Mandat vom Kunden beendet, so sind unbeschadet der entsprechenden Bestimmungen alle aufgrund des Mandats eingegangenen Kosten zu zahlen.
     
  3. Nach vorheriger Zustimmung vonseiten des Kunden und im Rahmen des Rekrutierungsauftrags erstellt und veröffentlicht M.P. eine Stellenanzeige. Mit der Veröffentlichung der Anzeige kann der Kunde den Anzeigenauftrag nicht mehr zurückziehen. Die Kosten für die Erstellung des Textes und des Designs sowie einer sinnvollen Platzierung werden dem Kunden gesondert und erfolgsunabhängig berechnet. Die Zahlungsfrist beträgt 30 Tage ab Rechnungsstellung (Verzugsdatum). Nach Ablauf der Zahlungsfrist werden ohne weitere Mahnung Zinsen in der Höhe von 6% fällig.
     
  4. Auslagen für die Kandidaten sind vom Kunden zu bestätigen, bevor sie berücksichtigt werden können. Auslagen der Kandidaten in Bezug auf die Teilnahme an Vorstellungsgesprächen hat der Kunde zu tragen. Wird vonseiten des Kunden die Übernahme dieser Auslagen durch M.P. gewünscht, so zahlt sie M.P. an den Kandidaten im Namen und auf Rechnung des Kunden. Diese Auslagen werden dem Kunden separat in Rechnung gestellt und sind 30 Tage nach der Rechnungsstellung fällig (Verzugsdatum). Nach dem Ablauf der Zahlungsfrist werden ohne weitere Mahnung Zinsen in der Höhe von 6% fällig.
     
  5. M.P. verpflichtet sich, die Geeignetheit der Kandidaten hinsichtlich der vorgesehenen Rolle genau und eingehend zu prüfen. Dessen ungeachtet ersetzen die Dienste von M.P. in keiner Weise die sorgfältige Prüfung des Kandidaten durch den Kunden. Der Kunde ist allein und ausschliesslich verantwortlich für die Auswahl des Kandidaten, die Ausführung der diesem übertragenen Aufgaben, die Veranlassung der notwendigen medizinischen Untersuchungen sowie die Einholung aller arbeits-, aufenthaltsrechtlichen und sonstigen Erlaubnisse und Genehmigungen und für die Erfüllung aller dem neuen Mitarbeiter im Laufe seiner Anstellung obliegenden Aufgaben. Der Kunde hält M.P. vollständig schadlos von allen Ansprüchen von Kandidaten, Bewerbern und vermittelten Mitarbeitenden sowie von Dritten, die bei der Auswahl und Vermittlung von Kandidaten und Mitarbeitenden beteiligt sind. Der Kunde ist dafür verantwortlich für jeden Kandidaten dem von ihm ein (befristetes oder unbefristetes) Stellenangebot unterbreitet wird, alle notwendigen Kontrollen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass der Kandidat keinen internationalen Sanktionsgesetzen und -vorschriften der USA, der EU, der UNO oder den geltenden regionalen Gesetzen und Vorschriften unterliegt.
     
  6. Tritt der vermittelte Mitarbeiter, gleich aus welchem Grund, die Arbeit nicht an, so haftet M.P. nicht für etwaige in der Folge entstandenen Schäden und/oder zusätzliche Aufwendungen. Haftungsrechtliche Ansprüche des Kunden sind ausgeschlossen.
     
  7. Der Kunde erkennt an, dass beide Parteien separate Datenverantwortliche für die im Rahmen dieser Vereinbarung verarbeiteten personenbezogenen Daten sind. Um Zweifel auszuschliessen, richten die Vertragsparteien keine gemeinsamen Kontrollbeziehungen in Bezug auf die im Rahmen dieser Vereinbarung erbrachten Dienstleistungen ein. Jede Partei verpflichtet sich, alle anwendbaren Datenschutzgesetze einzuhalten, einschliesslich der Datenschutz-Grundverordnung (2016/679), der zukünftigen Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation und aller Gesetze zur Umsetzung, Ergänzung oder Ersetzung der oben genannten Vorschriften. Alle personenbezogenen Daten, die das Unternehmen dem Kunden zur Verfügung stellt, werden nur für die in dieser Vereinbarung beschriebenen Zwecke und in Übereinstimmung mit den vorgenannten Gesetzen und Vorschriften verwendet. Die Parteien dürfen ihre Verpflichtungen aus dieser Vereinbarung nicht wissentlich so erfüllen, dass die andere Partei eine ihrer Verpflichtungen aus den geltenden Datenschutzgesetzen verletzt.
     
  8. Die gegenseitige Verpflichtung zur Vertraulichkeit bezieht sich auf alle Informationen über M.P. und/oder den Kunden, die nicht öffentlich zugänglich sind und zwischen dem Kunden und M.P. bei der Durchführung des Vertrags ausgetauscht werden.
     
  9. Gewährleistung: Wenn der Auftraggeber oder der Kandidat den Arbeitsvertrag innerhalb von 3 Monaten nach Starttermin kündigt, findet Michael Page einen Ersatzkandidaten ohne zusätzliche Kosten. Der Austausch unterliegt folgenden Bedingungen
  • Der Kunde gibt Michael Page innerhalb von sieben Tagen nach Kündigung, schriftlich über das Ende des Arbeitsverhältnisses Bescheid.
  • Das Ende des Arbeitsverhältnisses ist nicht auf einen Personalabbau oder auf eine andere (allgemeine) Entlassungsmassnahme zurückzuführen.
  • Die Gewährleistung erfolgt, wenn die entsprechenden Rechnungen innerhalb von 30 Tagen ab Rechnungsdatum beglichen werden.                             

    Wenn Michael Page nicht innerhalb einer angemessenen Frist einen Ersatzkandidaten für die vertraglich vereinbarte Position findet, wird die folgende Rückerstattung der Gebühr vereinbart:
  • 100% der Gebühr, wenn der platzierte Kandidat nicht startet
  • 75% des Honorars, wenn die Kündigung des Arbeitsvertrages im ersten Monat erfolgt; 50% im zweiten Monat und 25% im dritten Monat.
     
  1. Für die Vertragsbeziehungen zwischen M.P. und dem Kunden gilt ausschliesslich schweizerisches Recht. Für rechtliche Streitigkeiten zwischen M.P. und dem Kunden sind die Gerichte von Genf oder Zürich zuständig. Zusätzlich kann M.P. das zuständige Gericht am Wohn- oder Geschäftssitz des Kunden anrufen.
     
  2. Der Kunde bestätigt, dass er die internationalen Sanktionsgesetze und -vorschriften der Vereinigten Staaten von Amerika („USA“), der Europäischen Union („EU“), der Vereinten Nationen („UN“) bzw. die geltenden regionalen Gesetze und Vorschriften einhält. Für den Fall, dass:
  • der Kunde gegen diese Bestätigung verstösst oder diese zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Vertragsverhältnisses nicht mehr erfüllt; oder
  • wenn das Vertragsverhältnis eine Person (natürliche, juristische oder staatliche) oder deren wirtschaftlichen Eigentümer betrifft, die in den Sanktionslisten der USA, der EU, der Vereinten Nationen oder auf anderen regionalen Sanktionslisten aufgeführt ist oder die mit einem Land oder einer ihrer Regierungsstellen, die solchen Sanktionen unterliegen, involviert oder verbunden ist, ist Michael Page nicht verpflichtet, Dienstleistungen für den Kunden zu erbringen, und kann Erfüllung des Vertragsverhältnisses unverzüglich nach eigenem Ermessen beenden. Im Falle einer solchen Kündigung sind alle nicht entrichteten Gebühren sofort fällig.

 

Besondere Bedingungen für Zeitarbeit
 

  1. Wird der Dienstüberlassungsvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, so kann jede der Parteien den Vertrag unter Beachtung der folgenden Fristen kündigen:
  • Jederzeit mit einer Frist von 2 Arbeitstagen während der Probezeit
  • 2 Arbeitstage während der ersten drei Monate (13 Wochen) ununterbrochener Beschäftigung
  • 7 Kalendertage zwischen dem vierten und dem siebten Monat (14. und 26. Woche) ununterbrochener Beschäftigung
  • ab dem siebten Monat ununterbrochener Beschäftigung kann der Arbeitsvertrag mit einer Frist von einem Monat auf denselben Tag des Folgemonats gekündigt werden.
     
  1. Ein Dienstüberlassungsvertrag mit einer Höchstlaufzeit endet automatisch mit dem Ablauf des festgelegten Zeitraums. Der Vertrag kann allerdings unter den oben in Abschnitt 17 festgelegten Voraussetzungen gekündigt werden.
     
  2. Ein Dienstüberlassungsvertrag mit einer bestimmten Laufzeit endet automatisch mit dem Ablauf des festgelegten Zeitraums.
     
  3. M.P. hat dieselben Fristen in Bezug auf den Zeitbeschäftigten einzuhalten. Das beschäftigende Unternehmen verpflichtet sich, M.P. am gleichen Tag und rechtzeitig (vor 16.00 Uhr MEZ) schriftlich zu unterrichten, wenn eine Kündigung geplant oder erfolgt ist. Das beschäftigende Unternehmen darf ein Beschäftigungsverhältnis direkt mit dem Beschäftigten auflösen.
     
  4. Der Zeitbeschäftigte legt die Aufstellung der für das beschäftigende Unternehmen geleisteten Arbeitsstunden vor, die vom Letzteren zu prüfen, zu unterzeichnen und dem Zeitbeschäftigten zurückzugeben ist. Die Abrechnung erfolgt aufgrund der Aufstellung der geleisteten Arbeitsstunden. Wird der Beschäftigte vom beschäftigenden Unternehmen angewiesen, über die normale Arbeitszeit hinaus tätig zu sein, und werden diese Stunden vom beschäftigenden Unternehmen bestätigt, so ist M.P. berechtigt, die Überstunden mit einem Aufschlag von 25% bzw. 50% zu berechnen.
     
  5. Unterliegt das betreffende Unternehmen einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag, so gelten die entsprechenden Bestimmungen in Bezug auf Arbeitszeiten auch für den Zeitbeschäftigten. Das Unternehmen hat M.P. schriftlich vor der Erteilung des Auftrags zu unterrichten, wenn es einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag unterliegt. Insbesondere hat das beschäftigende Unternehmen M.P. über die Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) in Bezug auf Vergütung und Arbeitszeiten zu unterrichten. Stellt das beschäftigende Unternehmen diese Informationen nicht zur Verfügung und wird rechtlich gegen M.P. wegen der Abweichungen vom GAV vorgegangen, so wird der dem Zeitbeschäftigten bis dahin zustehende, ausstehende Differenzbetrag zuzüglich des sich aus dem Unterschied zwischen dem Überlassungsvertrag und dem GAV (zuzüglich MWST) für M.P. sich ergebenden Betrags dem beschäftigenden Unternehmen anschliessend in Rechnung gestellt.
     
  6. Der Zeitbeschäftigte ist arbeitsvertraglich gegenüber M.P. und nicht gegenüber dem beschäftigenden Unternehmen gebunden. Der Zeitbeschäftigte ist nicht zur Entgegennahme von Gebühren befugt. Das Gehalt wird direkt von M.P. ausgezahlt. Der Zeitbeschäftigte ist nicht berechtigt, Zahlungen vonseiten des beschäftigenden Unternehmens entgegenzunehmen.