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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeines

1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“) regeln die Rechtsbeziehungen zwischen Michael Page International (Schweiz) AG (mit den Marken Michael Page und Page Personnel), im Folgenden „M.P.“, und ihren Kunden/Kundinnen (im Folgenden der „Kunde“). Diese allgemeinen Bestimmungen gelten für alle von M.P. angenommenen und ausgeführten Mandate oder Aufträge zur Personalrekrutierung.

2. Im Streitfall gehen ausdrücklich und schriftlich zwischen M.P. und dem Kunden vereinbarte spezielle Geschäftsbedingungen, diesen Bedingungen vor. Ist in den speziellen Geschäftsbedingungen etwas nicht bedacht oder vereinbart worden, so gilt das in den allgemeinen BestimmungenGeregelte.

3. Honorarstruktur: Unser Honorar beträgt 22 % des Bruttojahresgehalts des Kandidaten. Das Bruttojahresgehalt gilt als Jahreseinkommen gemäss AHV, das wie folgt berechnet wird: Bruttojahresgehalt, inklusive Provisionen, Prämien sowie anderer monetärer Vorteile (z. B. Firmenwagen, Wohnungszuschuss usw.). Für den variablen Teil des Gehalts bildet die 100%ige Zielerreichung die Grundlage für die Gehaltskalkulation. Für die private Nutzung eines Firmenwagens wird ein Pauschalbetrag von CHF 10’000. – zum Bruttojahresgehalt hinzugefügt. Das Rekrutierungshonorar ist erfolgsabhängig und wird fällig, sobald ein Arbeitsvertrag zwischen dem Auftraggeber und dem platzierten Kandidaten zustande gekommen ist (d. h. unabhängig vom tatsächlichen Startdatum des Kandidaten).

4. Für die Gebührenberechnung in Bezug auf Teilzeitstellen, berechnet M.P. Honorare mit einer minimalen Vergütung von 70% der normalerweise anfallenden Kosten oder einen Mindestbetrag von CHF 10,000 CHF.

5. Das Mandat wird auch dann als erfüllt erachtet, und der Kunde zahlt M.P. die vereinbarten Gebühren, wenn:

  • der von M.P. vorgeschlagene Kandidat vom Kunden nicht eingestellt wird oder der Kandidat das Stellenangebot ausschlägt und eben dieser Kandidat binnen 12 Monaten nach Zusendung des CVs an den Kunden von eben diesem Kunden eingestellt wird.
  • jemand einem Kunden vorgeschlagen wird und dieser die Person Dritten vorschlägt, egal ob diese mit ihm in irgendeiner Weise verbunden ist oder nicht, und diese Person vom Dritten binnen 12 Monate nach Zusendung des CVs an den Kunden von eben diesem Kunden eingestellt wird.
  • Diese Ansprüche gelten auch, wenn die Einstellung auf eine andere Stelle als die ursprünglich vorgesehene erfolgt und unabhängig von den Gründen, die zum Abschluss des Vertrags geführt haben, insbesondere wenn der Kandidat sich bei dem Kunden beworben hat, er von dem Kunden angesprochen wurde oder Dritte den Kandidaten vermittelt haben.

 

6. Entschliesst sich der Kunde, mehr Kandidaten als ursprünglich vertraglich vorgesehen einzustellen, so zahlt er M.P. die entsprechenden Gebühren für jeden der eingestellten Kandidaten, wie in den Speziellen Geschäftsbedingungen vereinbart.

7. Wird das Mandat vom Kunden beendet, so sind unbeschadet der entsprechenden Bestimmungen alle aufgrund des Mandats eingegangenen Kosten zu zahlen.

8. Nach vorheriger Zustimmung vonseiten des Kunden und im Rahmen des Rekrutierungsauftrags erstellt und veröffentlicht M.P. eine Stellenanzeige. Mit der Veröffentlichung der Anzeige kann der Kunde den Anzeigenauftrag nicht mehr zurückziehen. Die Kosten für die Erstellung des Textes und des Designs sowie einer sinnvollen Platzierung werden dem Kunden gesondert und erfolgsunabhängig berechnet. Die Zahlungsfrist beträgt 30 Tage ab Rechnungsstellung (Verzugsdatum). Nach Ablauf der Zahlungsfrist werden ohne weitere Mahnung Zinsen in der Höhe von6% fällig.

9. Auslagen für die Kandidaten sind vom Kunden zu bestätigen, bevor sie berücksichtigt werden können. Auslagen der Kandidaten in Bezug auf die Teilnahme an Vorstellungsgesprächen hat der Kunde zu tragen. Wird vonseiten des Kunden die Übernahme dieser Auslagen durch M.P. gewünscht, so zahlt sie M.P. an den Kandidaten im Namen und auf Rechnung des Kunden. Diese Auslagen werden dem Kunden separat in Rechnung gestellt und sind 30 Tage nach der Rechnungsstellung fällig (Verzugsdatum). Nach dem Ablauf der Zahlungsfrist werden ohne weitere Mahnung Zinsen in der Höhe von 6% fällig.

10. M.P. verpflichtet sich, die Geeignetheit der Kandidaten hinsichtlich der vorgesehenen Rolle genau und eingehend zu prüfen. Dessen ungeachtet ersetzen die Dienste von M.P. in keiner Weise die sorgfältige Prüfung des Kandidaten durch den Kunden. Der Kunde ist allein und ausschliesslich verantwortlich für die Auswahl des Kandidaten, die Ausführung der diesem übertragenen Aufgaben, die Veranlassung der notwendigen medizinischen Untersuchungen sowie die Einholung aller arbeits-, aufenthaltsrechtlichen und sonstigen Erlaubnisse und Genehmigungen und für die Erfüllung aller dem neuen Mitarbeiter im Laufe seiner Anstellung obliegenden Aufgaben. Der Kunde hält M.P. vollständig schadlos von allen Ansprüchen von Kandidaten, Bewerbern und vermittelten Mitarbeitenden sowie von Dritten, die bei der Auswahl und Vermittlung von Kandidaten und Mitarbeitenden beteiligt sind.

11. Tritt der vermittelte Mitarbeiter, gleich aus welchem Grund, die Arbeit nicht an, so haftet M.P. nicht für etwaige in der Folge entstandenen Schäden und/oder zusätzliche Aufwendungen. Haftungsrechtliche Ansprüche des Kunden sind ausgeschlossen.

12. Es wird vonseiten des Kunden anerkannt, dass die Vorstellung eines Kandidaten oder die Übermittlung von dessen Daten auf hoch vertraulicher Ebene stattfindet. Abgesehen von den Unterlagen des Bewerbers, der vom Kunden eingestellt wird, verbleiben die dem Kunden übermittelten Personalunterlagen im Eigentum von M.P. Alle Bewerbungsunterlagen sind vollständig vertraulich zu behandeln. Wird ein Kandidat nicht eingestellt, so sind die entsprechenden Unterlagen unaufgefordert an M.P. zurückzugeben. Im Anwendungsbereich des schweizerischen Bundesgesetzes über den Datenschutz (DSG) dürfen diese Unterlagen weder aufbewahrt noch verarbeitet, noch Dritten übermittelt und auch nicht direkt oder indirect benutzt werden. Wird vonseiten des Kunden eine interne oder externe Meinung zu einem möglichen Kandidaten gewünscht, so bedarf es hierzu der vorherigen schriftlichen Zustimmung vonseiten des Kandidaten undM.P.

13. Die gegenseitige Verpflichtung zur Vertraulichkeit bezieht sich auf alle Informationen über M.P. und/oder den Kunden, die nicht öffentlich zugänglich sind und zwischen dem Kunden und M.P. bei der Durchführung des Vertrags ausgetauscht werden.

14. Gewährleistung: Wenn der Auftraggeber oder der Kandidat den Arbeitsvertrag innerhalb von 3 Monaten nach Starttermin kündigt, findet Michael Page einen Ersatzkandidaten ohne zusätzliche Kosten. Der Austausch unterliegt folgenden Bedingungen: - Der Kunde gibt Michael Page innerhalb von sieben Tagen nach Kündigung, schriftlich über das Ende des ArbeitsverhältnissesBescheid. - Das Ende des Arbeitsverhältnisses ist nicht auf einen Personalabbau oder auf eine andere (allgemeine) Entlassungsmassnahme zurückzuführen. Wenn Michael Page nicht innerhalb einer angemessenen Frist einen Ersatzkandidaten für die vertraglich vereinbarte Position findet, wird die folgende Rückerstattung der Gebühr vereinbart:

  • 100% der Gebühr, wenn der platzierte Kandidat nicht startet
  • 75% des Honorars, wenn die Kündigung des Arbeitsvertrages im ersten Monat erfolgt; 50% im zweiten Monat und 25% im dritten Monat.

 

15. Für die Vertragsbeziehungen zwischen M.P. und dem Kunden gilt ausschliesslich schweizerisches Recht. Für rechtliche Streitigkeiten zwischen M.P. und dem Kunden sind die Gerichte von Genf oder Zürich zuständig. Zusätzlich kann M.P. das zuständige Gericht am Wohn- oder Geschäftssitz des Kunden anrufen.

 

Besondere Bedingungen für Zeitarbeit

16. Wird der Dienstüberlassungsvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, so kann jede der Parteien den Vertrag unter Beachtung der folgenden Fristen kündigen:

  • jederzeit mit einer Frist von 2 Arbeitstagen während der Probezeit
  • 2 Arbeitstage während der ersten drei Monate (13 Wochen) ununterbrochener Beschäftigung
  • 7 Kalendertage zwischen dem vierten und dem siebten Monat (14. und 26. Woche) ununterbrochener Beschäftigung
  • ab dem siebten Monat ununterbrochener Beschäftigung kann der Arbeitsvertrag mit einer Frist von einem Monat auf den selben Tag des Folgemonats gekündigt werden.

 

17. Unser Koeffizient für die temporäre Vermittlung von Kandidaten an den Klienten 1.6 des Bruttojahresgehalts (inklusive Ferien und Feiertage).

18. Ein Dienstüberlassungsvertrag mit einer Höchstlaufzeit endet automatisch mit dem Ablauf des festgelegten Zeitraums. Der Vertrag kann allerdings unter den oben in Abschnitt 16 festgelegten Voraussetzungen gekündigt werden.

19. Ein Dienstüberlassungsvertrag mit einer bestimmten Laufzeit endet automatisch mit dem Ablauf des festgelegtenZeitraums.

20. M.P. hat dieselben Fristen in Bezug auf den Zeitbeschäftigten einzuhalten. Das beschäftigende Unternehmen verpflichtet sich, M.P. am gleichen Tag und rechtzeitig (vor 16.00 Uhr MEZ) schriftlich zu unterrichten, wenn eine Kündigung geplant oder erfolgt ist. Das beschäftigende Unternehmen darf ein Beschäftigungsverhältnis direkt mit dem Beschäftigten auflösen.

21. Der Zeitbeschäftigte legt die Aufstellung der für das beschäftigende Unternehmen geleisteten Arbeitsstunden vor, die vom Letzteren zu prüfen, zu unterzeichnen und dem Zeitbeschäftigten zurückzugeben ist. Die Abrechnung erfolgt aufgrund der Aufstellung der geleisteten Arbeitsstunden. Wird der Beschäftigte vom beschäftigenden Unternehmen angewiesen, über die normale Arbeitszeit hinaus tätig zu sein, und werden diese Stunden vom beschäftigenden Unternehmen bestätigt, so ist M.P. berechtigt, die Überstunden mit einem Aufschlag von 25% bzw. 50% zu berechnen.

22. Unterliegt das betreffende Unternehmen einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag, so gelten die entsprechenden Bestimmungen in Bezug auf Arbeitszeiten auch für den Zeitbeschäftigten. Das Unternehmen hat M.P. schriftlich vor der Erteilung des Auftrags zu unterrichten, wenn es einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag unterliegt. Insbesondere hat das beschäftigende Unternehmen M.P. über die Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) in Bezug auf Vergütung und Arbeitszeiten zu unterrichten. Stellt das beschäftigende Unternehmen diese Informationen nicht zur Verfügung und wird rechtlich gegen M.P. wegen der Abweichungen vom GAV vorgegangen, so wird der dem Zeitbeschäftigten bis dahin zustehende, ausstehende Differenzbetrag zuzüglich des sich aus dem Unterschied zwischen dem Überlassungsvertrag und dem GAV (zuzüglich MWST) für M.P. sich ergebenden Betrags dem beschäftigenden Unternehmen anschliessend in Rechnung gestellt.

23. Der Zeitbeschäftigte ist arbeitsvertraglich gegenüber M.P. und nicht gegenüber dem beschäftigenden Unternehmen gebunden. Der Zeitbeschäftigte ist nicht zur Entgegennahme von Gebühren befugt. Das Gehalt wird direkt von M.P. ausgezahlt. Der Zeitbeschäftigte ist nicht berechtigt, Zahlungen vonseiten des beschäftigenden Unternehmens entgegenzunehmen.

Schweiz, Oktober 2017