Sie stellen ein?
Starten Sie ein Gespräch über Ihre Recruitment-Pläne.

Wer die Schlagzeilen der letzten Monate liest, könnte meinen, der Schweizer Arbeitsmarkt stehe vor einem Erdbeben. KI, die die Jobs ersetzt. Konzerne, die Stellen ins Ausland verlagern. Löhne, die unter massivem Druck stehen.
Unsere Daten zeichnen ein anderes Bild: Die Löhne bleiben weitgehend stabil, in einigen Bereichen steigen sie sogar. Was sich fundamental verändert, sind die Erwartungen der Arbeitgeber.
Für unseren Gehaltsreport 2027 haben wir über 500 Berufsbilder in 14 Branchen analysiert, gestützt auf rund 20'000 Rekrutierungsgespräche und eine Datenbank mit über 500'000 Kandidatinnen und Kandidaten.
Das Ergebnis: Unternehmen stellen gezielter ein. Sie prüfen länger. Sie kontrollieren ihre Stellenpläne strenger. Und sie setzen häufiger auf Interim- und Temporärkräfte.
Innerhalb von rund zwei Jahren hat sich KI vom Experiment zum Wettbewerbsfaktor entwickelt. Zuerst nutzten Mitarbeitende ChatGPT für einzelne Aufgaben. Heute setzen Unternehmen eigene KI-Agenten ein. Sie brauchen KI, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich von der Konkurrenz abzuheben.
Nach Angaben von JobCloud, der Betreiberin von jobs.ch, verlangen inzwischen über 30 Prozent der Inserate für Bürojobs, dass Bewerbende KI in ihre Arbeit integrieren können.
Der rasante Wandel zeigt sich in der Schweiz besonders deutlich: Bereits 71 Prozent der Fachkräfte nutzen GenAI in ihrem Arbeitsalltag, gegenüber 55 Prozent im Jahr 2025 und 32 Prozent im Jahr 2024. Damit liegt die Schweiz klar über dem globalen (64 Prozent) und dem europäischen Durchschnitt (60 Prozent).
Zwei Gruppen sind damit besonders stark konfrontiert. Für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger ist der Weg in die erste Stelle steiniger als bei früheren Jahrgängen. Unternehmen erwarten von ihnen, dass sie KI-Werkzeuge gezielt für mehr Produktivität einsetzen. Doch die Ausbildung hält mit diesem Tempo oft nicht Schritt.
Ebenso schwer haben es erfahrene Fach- und Führungskräfte, die nach Restrukturierungen eine neue Stelle suchen. Für sie zählt, wie beweglich sie sind und wie selbstverständlich sie neue Technologien nutzen.
Dazwischen verläuft die Entwicklung weitgehend ohne grössere Ausschläge.
Die Arbeitslosenquote ist von rund zwei auf etwa drei Prozent gestiegen. Mehr Fachleute aus der Finanz- und Pharmabranche suchen eine Stelle. Und internationale Konzerne verlagern globale Funktionen ins Ausland – getrieben vom starken Franken und der geopolitischen Unsicherheit.
Trotzdem bleibt die Nachfrage für die meisten Positionen hoch. Denn viele verfügbare Profile passen nicht zu den offenen Stellen. Wo geeignete Kandidat:innen fehlen, steigen die Löhne.
Kräftige Lohnsteigerungen verzeichnen wir in der IT rund um KI und Machine Learning. Im Bau- und Immobiliensektor wächst der Markt wieder, und für spezifische Funktionen ziehen die Saläre an.
Im Banking steigen die Löhne für Relationship Manager und Compliance-Fachleute leicht, weil das regulatorische Umfeld nach erfahrenen Spezialisten verlangt.
Im Rohstoffhandel dagegen sinken sie in einigen Funktionen, weil Unternehmen Stellen verlagern und mehr Kandidat:innen auf den Markt drängen.
Branchenübergreifend gewinnt der Vertrieb an strategischer Bedeutung: Unternehmen suchen intensiv nach starken Verkaufsprofilen für den Schweizer Markt – und bezahlen dafür oft mehr als im Vorjahr.
Der Schweizer Arbeitsmarkt ist also nicht am Einbrechen. Er sortiert sich neu. Fachwissen bleibt die Basis.
Wer KI aktiv in die eigene Arbeit einbaut, verschafft sich einen echten Vorsprung – am Anfang der Karriere ebenso wie nach zwanzig Berufsjahren.
Und Arbeitgeber, die Fachleute mit dieser Kombination gewinnen wollen, müssen schnell entscheiden und überzeugende Angebote machen.
Greifen Sie auf den Gehaltsreport 2027 zu, erhalten Sie aktuelle Gehaltsbenchmarks sowie fundierte Einblicke in den Arbeitsmarkt und treffen Sie so informierte Entscheidungen in den Bereichen Rekrutierung und Talentmanagement.
Insights über Markttrends und Gehälter für 450 Positionen in 11 Sektoren